← Alle Integrationen
Factorial → DATEV

Factorial DATEV Schnittstelle

Kurz gesagt

Eine Factorial-DATEV-Anbindung speist Ihre monatliche Lohnabrechnung aus dem HR-System: Sie macht aus Eintritten, Austritten, Gehalts- und Bankänderungen sowie den Abwesenheiten, Überstunden und Einmalzahlungen einer Periode die Stammdaten und Bewegungsdaten, die DATEV LODAS oder DATEV Lohn und Gehalt importiert. Richtig gemacht ist das kein Tabellen-Export, sondern eine wiederkehrende, idempotente Pipeline, die Factorial-Mitarbeitende auf DATEV-Personalnummern und Factorial-Lohnbestandteile auf die richtigen Lohnarten mappt, den Abrechnungsstichtag beachtet und Ihr Lohnbüro vom monatlichen Abtippen befreit.

Was eine Factorial-DATEV-Anbindung wirklich leistet

In Factorial liegen Ihre Personaldaten - wer eingetreten ist, wer gegangen ist, wer Rolle oder Gehalt gewechselt hat, wer an welchen Tagen krank war, wer Überstunden gemacht hat, wem in diesem Monat ein Bonus oder eine Spesenerstattung zusteht. DATEV und das Lohnbüro (die Kanzlei oder der Steuerberater), das in DATEV LODAS oder DATEV Lohn und Gehalt arbeitet, braucht davon nur einen Ausschnitt, aber präzise: Stammdaten für den Personaldatensatz und Bewegungsdaten für die variablen Bestandteile des aktuellen Laufs.

Zwischen einem HR-System, das alles erfasst, und einem Abrechnungssystem, das nur die lohnrelevanten Änderungen dieses Monats will, steckt die Handarbeit. Eine Factorial-DATEV-Anbindung schließt diese Lücke: Sie liest die relevanten Änderungen und Periodendaten aus Factorial, mappt sie auf die Personalnummern, Lohnarten und Fehlzeitenschlüssel Ihres Lohnbüros und übergibt DATEV einen sauberen Import, den Ihr Lohnbüro einliest, ohne eine einzige Zahl neu einzutippen.

Welche Daten fließen

Objekt / Vorgang in FactorialWird in DATEV zuHinweis
Eintritt / OnboardingNeuer PersonalstammdatensatzPersonalnummer vergeben oder zugeordnet; Eintrittsdatum, Steuer- und SV-Felder
Austritt / OffboardingDatensatz mit AustrittsdatumSteuert Schlussabrechnung und Abmeldung auf der Lohnseite
Gehalts- oder VertragsänderungAktualisierte StammdatenGültig-ab-Datum muss im richtigen Abrechnungszeitraum landen
Bank- / AdressänderungAktualisierte StammdatenSensible Felder; vor dem Live-Lauf validiert
Abwesenheit (Urlaub, Krankheit, unbezahlt, Elternzeit)Fehlzeitenschlüssel / Lohnart in BewegungsdatenNach Entgeltfortzahlungs- und Zuschussregeln gemappt, auf die Periode datiert
Überstunden & ZeiterfassungVariable Lohnart (Bewegungsdaten)Je Mitarbeiter und Periode aggregiert, keine Rohstempelungen
Zulagen, Boni, EinmalzahlungenZugeordnete LohnartJeder Factorial-Bestandteil auf eine konkrete DATEV-Lohnart-Nummer gemappt
SpesenerstattungenSteuerfreie / steuerpflichtige Lohnart je nach FallKontiert nach der Behandlung, die Ihr Lohnbüro festlegt

Das Personalnummern-Mapping, den Lohnarten-Katalog und die Fehlzeitenschlüssel stimmen wir einmalig mit Ihrem Lohnbüro ab und hinterlegen sie in der Pipeline. Danach ordnet sie niemand mehr jeden Monat von Hand zu.

Die Details, an denen einfache Exporte scheitern

Ein generischer Export oder ein einmaliges Skript liefert die meisten Felder und lässt den teuren, fehleranfälligen Teil auf Ihrem Schreibtisch liegen:

Wie wir sie bauen und betreiben

Wir behandeln das als wiederkehrende Pipeline, nicht als monatliche Handarbeit. Personaländerungen und Periodendaten werden zeitgesteuert (oder per Webhook, wo es hilft) aus Factorial abgeholt, validiert, in die Personalnummern, Lohnarten und Fehlzeitenschlüssel Ihres Lohnbüros überführt und als DATEV-Stammdaten- und -Bewegungsdaten-Import ausgegeben - in der LODAS- oder Lohn-und-Gehalt-Struktur, die Ihr Lohnbüro einliest.

Die Pipeline ist idempotent: Jeder Mitarbeiter und jede Periode trägt eine stabile Kennung, sodass ein erneuter Lauf nie Abwesenheiten oder Zahlungen doppelt bucht. Sie läuft auf cloud-nativer, vollständig EU-gehosteter AWS-Infrastruktur - Gehalts-, Bank- und krankheitsbezogene Fehlzeitendaten verlassen die EU nicht, was AVV und DSGVO gegenüber Ihrem Lohnbüro für einen wirklich sensiblen Datenbestand sauber hält.

Und dann halten wir sie am Laufen. Monitoring, Alerting, Incident Response und - entscheidend - das Beobachten von Schnittstellenänderungen bei Factorial und DATEV liegen vertraglich bei uns, mit festem Ansprechpartner und SLA. Der Abrechnungstag hängt nicht mehr daran, dass jemand an einen Export denkt und ihn hinterher bereinigt.

Wann sich diese Anbindung lohnt

Wenn Sie ein kleines, stabiles Team führen, in dem sich pro Monat eine Handvoll Felder ändert, ist der Factorial-Export plus ein paar Minuten Handarbeit völlig in Ordnung - und das sagen wir Ihnen auch. Die Anbindung lohnt sich, wenn Belegschaft und Fluktuation wachsen, wenn variable Vergütung, Zulagen und gemischte Abwesenheitsarten jeden Lauf zur Mapping-Übung machen, wenn Eintritte und Austritte mitten in der Periode kommen, oder wenn Ihr Lohnbüro Ihnen berechnet, Exporte zu bereinigen, die eine Pipeline von vornherein korrekt hätte liefern sollen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich nicht einfach den DATEV-Export von Factorial nutzen?
Können Sie - bei kleiner, stabiler Belegschaft reicht das unter Umständen. Der Export von Factorial erzeugt eine generische Datei; er kennt weder die Lohnarten-Nummern Ihres Lohnbüros noch Ihre Abwesenheitsregeln, und er weiß nicht, ob Ihre Kanzlei DATEV LODAS oder DATEV Lohn und Gehalt einsetzt, die unterschiedliche Importformate haben. Alles, was der Export nicht abbildet, wird zur Handarbeit, bevor die Abrechnung laufen kann. Die Anbindung verlagert genau diese Mapping-Logik in eine Pipeline, die einen Import liefert, den Ihr Lohnbüro unverändert einlesen kann.
Funktioniert das mit DATEV LODAS oder DATEV Lohn und Gehalt?
Mit beidem. Wir liefern in das Produkt, das Ihr Lohnbüro tatsächlich nutzt. LODAS und Lohn und Gehalt erwarten unterschiedliche Importstrukturen für Stamm- und Bewegungsdaten, deshalb wird die Pipeline auf das Setup Ihres Lohnbüros konfiguriert - inklusive Berater- und Mandantennummer. Das Zielformat stimmen wir vorab mit der Kanzlei ab, damit der Import auf deren Seite sauber verbucht wird.
Wie werden Abwesenheiten und Krankheit behandelt?
Jede Abwesenheitsart in Factorial wird auf die lohnrelevante Behandlung abgebildet, die sie tatsächlich auslöst. Bezahlter Urlaub, Krankheit innerhalb der sechswöchigen Entgeltfortzahlung, Krankheit darüber hinaus mit Arbeitgeberzuschuss (Krankengeldzuschuss), unbezahlter Urlaub und Elternzeit werden jeweils zur korrekten Lohnart oder Fehlzeit in DATEV, datiert auf die richtige Periode. Genau die Entgeltfortzahlungsgrenze und die passenden Fehlzeitenschlüssel bekommt ein roher Export nicht hin.
Was passiert mit Änderungen nach dem Abrechnungsstichtag?
Die Abrechnung läuft auf einen monatlichen Stichtag, Factorial ändert sich danach weiter. Die Pipeline ist auf Ihren Abrechnungszeitraum ausgerichtet: Alles bis zum Stichtag fließt in den aktuellen Lauf, eine Gehaltsänderung, ein Eintritt oder eine korrigierte Abwesenheit danach wird als Rückrechnung in die nächste Periode übernommen - statt einen bereits abgerechneten Monat still zu verändern.
Wer betreibt die Schnittstelle, und wie werden die sensiblen Personaldaten geschützt?
Wir. Lohndaten - Gehälter, Bankverbindungen, Krankheitstage - gehören zum Sensibelsten, was Sie verarbeiten. Deshalb läuft die Pipeline auf cloud-nativer, vollständig EU-gehosteter Infrastruktur, die wir überwachen, unter einem AVV, der diese Verarbeitung abdeckt. Sie bekommen einen festen Ansprechpartner, Alerting und ein SLA. Ändert Factorial oder DATEV eine Schnittstelle, ist die Behebung unsere Aufgabe - keine böse Überraschung am Abrechnungstag.

Sie möchten diese Integration umsetzen und dauerhaft betreiben lassen? Sagen Sie uns, welche Systeme verbunden werden sollen und welche Daten fließen müssen. Festpreis-Angebot zur Aufwandsabschätzung innerhalb von 48 Stunden.

Scoping-Gespräch anfragen