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lexoffice DATEV Schnittstelle

Kurz gesagt

Eine lexoffice-DATEV-Schnittstelle übernimmt jede Ausgangsrechnung, Gutschrift, jeden Eingangsbeleg, Kontakt und Zahlungsvorgang aus lexoffice (heute als Lexware Office vermarktet) und liefert daraus einen Buchungsstapel im DATEV-Format an Ihre Kanzlei: mit den richtigen Konten aus SKR03 oder SKR04, passenden BU-Schlüsseln, stabilen Debitoren- und Kreditorennummern und dem Belegbild in DATEV Unternehmen online. Sauber gebaut läuft das täglich und idempotent, statt dass jemand zum Monatsende eine ZIP-Datei herunterlädt.

Was eine lexoffice-DATEV-Anbindung wirklich leistet

In lexoffice wird die Rechnung geschrieben, der Beleg fotografiert und der Zahlungseingang zugeordnet. In DATEV arbeitet die Kanzlei. Dazwischen liegt eine Übersetzung, die einfach aussieht und es nicht ist: lexoffice denkt in Belegen, Kontakten und Buchungskategorien, DATEV in Buchungssätzen mit Sachkonto, Gegenkonto, BU-Schlüssel, Personenkonto und Belegverweis.

lexoffice bringt einen eigenen DATEV-Export mit, und bei einem kleinen Unternehmen mit Standardkontenrahmen erfüllt der seinen Zweck. Was er nicht leistet: von allein laufen, dem Nummernsystem Ihrer Kanzlei folgen, Kostenstellen mitführen oder mehr als ein lexoffice-Konto abdecken. Eine lexoffice-DATEV-Schnittstelle ersetzt den monatlichen Download durch eine geplante Pipeline, die Belege, Kontakte und Zahlungen über die öffentliche lexoffice-API ausliest, Ihre abgestimmte Kontierungslogik anwendet und der Kanzlei einen Stapel übergibt, der beim ersten Versuch sauber importiert.

Zur Namensfrage: Haufe hat lexoffice in Lexware Office umbenannt. Gleiches Produkt, gleiche Schnittstelle, und in den meisten Finanzabteilungen heißt es weiterhin lexoffice.

Welche Daten fließen

Objekt / Vorgang in lexofficeWird in DATEV zuHinweis
Ausgangsrechnung (Belegtyp salesinvoice)Erlösbuchung gegen das DebitorenkontoPositionsweise getrennt, wenn Steuersatz oder Erlöskonto abweichen
AusgangsgutschriftStornobuchungGleiche Konten und BU-Schlüssel wie das Original, Datum der Gutschrift
Eingangsrechnung / BelegAufwandsbuchung gegen das KreditorenkontoVorsteuerabzug, kontiert nach Aufwandsart
Kontakt mit Kunden- oder LieferantenrolleDebitoren- / KreditorenstammsatzStabile Nummer aus dauerhaftem Mapping, nie erneut vergeben
BuchungskategorieSachkonto aus SKR03 / SKR04Kontenrahmen Ihrer Kanzlei, nicht die lexoffice-Voreinstellung
Steuerart und Steuer-UntertypBU-Schlüssel19 % / 7 %, steuerfrei, innergemeinschaftlich, § 13b, § 19
Zahlung / zugeordneter BankumsatzBank- oder Geldtransitbuchung, OPOS-AusgleichGleicht den offenen Posten aus, statt den Umsatz erneut zu buchen
Belegbild (PDF)Beleg in DATEV Unternehmen onlineMit der Buchung verknüpft, damit die Kanzlei den Beleg daneben sieht
Kostenstelle oder ProjektkennzeichenFelder KOST1 / KOST2Nur, soweit lexoffice die Information strukturiert führt

Kontonummern, Steuerschlüssel, Nummernkreise und Kostenstellenlogik stimmen wir einmalig mit Ihrem Steuerberater ab und hinterlegen sie in der Pipeline. Danach ordnet sie niemand mehr von Hand zu.

Die Details, an denen einfache Exporte scheitern

Wie wir sie bauen und betreiben

Wir behandeln das als Pipeline, nicht als monatliche Pflichtübung. Belege, Kontakte und Zahlungen werden zeitgesteuert oder ereignisgetrieben über die lexoffice-API abgeholt, gegen ein Schema validiert, in Ihre abgestimmte DATEV-Kontierung überführt und als Buchungsstapel im DATEV-Format samt Stammdaten und Belegen ausgegeben - oder über den DATEV Rechnungsdatenservice nach DATEV Unternehmen online geliefert, wenn das besser zum Ablauf Ihrer Kanzlei passt.

Jedes lexoffice-Objekt trägt eine stabile ID und eine Version. Dadurch ist die Pipeline idempotent: Ein Wiederholungslauf, ein erneut zugestelltes Webhook-Ereignis oder ein manueller Neustart erzeugt nie eine zweite Buchung zum selben Beleg. Nicht zuordenbare Datensätze werden mit lesbarer Begründung in Quarantäne gelegt statt still verworfen, damit eine fehlende Kategoriezuordnung bei uns als Alarm auftaucht und nicht als Lücke, die Ihre Kanzlei im Dezember findet.

Betrieben wird das auf cloud-nativer, vollständig EU-gehosteter AWS-Infrastruktur. Rechnungs-, Kontakt- und Zahlungsdaten verlassen die EU nicht, was den AVV mit uns und die Vereinbarung mit Ihrem Steuerberater DSGVO-seitig unkompliziert hält.

Und dann halten wir sie am Laufen. Monitoring, Alerting, Incident Response und die Beobachtung von API- und Formatänderungen bei lexoffice und DATEV liegen vertraglich bei uns. Sie bekommen einen festen Ansprechpartner und ein SLA.

Wann sich diese Anbindung lohnt

Wenn Sie eine Gesellschaft führen, mit einem Standardkontenrahmen arbeiten und Ihre Buchhaltung den eingebauten DATEV-Export einmal im Monat gern selbst erzeugt: bleiben Sie dabei. Das funktioniert, kostet nichts, und wir raten Ihnen dann auch dazu.

Interessant wird die Schnittstelle an anderer Stelle: wenn Sie mehrere Gesellschaften oder lexoffice-Konten betreiben und eine einheitliche Lieferung an die Kanzlei brauchen, wenn Ihr Kontenrahmen von den lexoffice-Vorgaben abweicht, wenn Kostenstellen oder Projektkontierung für das Reporting zählen, wenn das Belegvolumen den manuellen Schritt zum monatlichen Risiko macht, oder wenn die lexoffice-Daten nicht nur nach DATEV müssen, sondern auch in ein Data Warehouse, ein ERP oder ein Controlling-Werkzeug. Ab da lautet die Frage nicht mehr, ob ein Monatsexport möglich ist, sondern wer geradesteht, wenn er ausbleibt.

Häufig gestellte Fragen

lexoffice hat doch einen eingebauten DATEV-Export. Warum überhaupt eine Schnittstelle?
Bei einer Gesellschaft mit unkomplizierten Buchungen reicht der eingebaute Export tatsächlich aus, und das sagen wir auch so. Zum Engpass wird er, wenn er manuell bleibt: Jemand muss jeden Monat daran denken, die ZIP-Datei zu erzeugen, herunterzuladen und weiterzuleiten. Er unterstellt außerdem die Standardkontierung von lexoffice, die nicht zwingend dem Kontenrahmen Ihrer Kanzlei entspricht, und hat keine Antwort auf Kostenstellen, mehrere lexoffice-Konten oder ein zweites Zielsystem. Eine Schnittstelle macht aus der Monatsaufgabe eine geplante Pipeline und legt die Kontierungslogik in Ihre Hand.
In welches DATEV-Format liefern Sie, und wie kommen die Daten in die Kanzlei?
Auf dem Weg, mit dem Ihre Kanzlei arbeitet. In der Regel erzeugen wir einen Buchungsstapel im DATEV-Format (die EXTF-/DTVF-CSV-Struktur, die DATEV Kanzlei-Rechnungswesen importiert) samt Debitoren- und Kreditorenstammdaten und liefern die Beleg-PDFs mit. Arbeitet die Kanzlei in DATEV Unternehmen online, liefern wir Belege und Buchungsdaten stattdessen über den DATEV Rechnungsdatenservice, damit Buchung und Beleg gemeinsam ankommen. Beraternummer, Mandantennummer und Sachkontenlänge stimmen wir vorab ab, bevor wir eine Zeile bauen.
Wie werden Debitoren- und Kreditorennummern vergeben?
Das ist bei dieser Kombination die häufigste Fehlerquelle. lexoffice-Kontakte tragen eine Kunden- oder Lieferantennummer, die nicht zu den Nummernkreisen Ihres Kontenrahmens passen muss. Wir führen ein dauerhaftes Mapping zwischen der lexoffice-Kontakt-ID und dem DATEV-Personenkonto: Jeder Kontakt bekommt genau eine Nummer für seine gesamte Lebensdauer, Nummern werden nie erneut vergeben, und ein umbenannter oder zusammengeführter Kontakt legt keinen zweiten Debitor an.
Werden Reverse-Charge, innergemeinschaftliche Lieferungen und Kleinunternehmerregelung berücksichtigt?
Ja. lexoffice hinterlegt je Beleg eine Steuerart und einen Steuer-Untertyp: netto, brutto, steuerfrei, innergemeinschaftliche Lieferung, Bauleistungen nach § 13b, Drittlandsleistungen sowie Kleinunternehmer nach § 19 UStG. Jede dieser Ausprägungen gehört auf einen bestimmten BU-Schlüssel und ein bestimmtes Erlöskonto. Die Zuordnungstabelle stimmen wir einmalig mit Ihrem Steuerberater ab, danach wendet die Pipeline sie konsistent an, statt dass im Einzelfall entschieden wird.
Wer betreibt die Schnittstelle nach dem Go-live?
Wir. Die Pipeline läuft auf cloud-nativer, vollständig EU-gehosteter Infrastruktur, die wir überwachen. Ändert lexoffice die API oder DATEV ein Importformat, kümmern wir uns darum, bevor es als abgelehnter Import in der Kanzlei auffällt. Sie bekommen einen festen Ansprechpartner, Alerting, Incident Response und ein SLA - kein Skript, an dessen Ausführung jemand denken muss und das niemand pflegen will.

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