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Mollie → DATEV

Mollie DATEV Schnittstelle

Kurz gesagt

Eine Mollie-DATEV-Anbindung überführt die Geldseite von Mollie in einen Buchungsstapel, den Ihr Steuerberater importieren kann. Jede Zahlung wird auf ein Geldtransitkonto gebucht, Mollies Transaktions- und Monatsgebühren werden als Aufwand mit Reverse-Charge-Steuerschlüssel gebucht, weil die Mollie B.V. ein niederländischer Leistungserbringer ist, und Erstattungen wie Rückbuchungen werden mit eigenem Datum storniert. Anker ist das Settlement: Jede Auszahlung saldiert viele Zahlungen abzüglich Gebühren, Erstattungen und Chargebacks - die Pipeline stimmt sie auf den Cent gegen Ihre Bankbuchung ab, sodass zum Monatsabschluss nichts abgetippt wird.

Was eine Mollie-DATEV-Anbindung wirklich leistet

Mollie ist ein Zahlungsdienstleister, kein Shop. Mollie weiß, wie das Geld geflossen ist: Ein Kunde hat 89 EUR per iDEAL gezahlt, ein anderer 240 EUR per Kreditkarte, eine Zahlung wurde erstattet, eine Lastschrift kam drei Wochen später als Rückbuchung zurück - und am Donnerstag hat Mollie den Saldo aus alldem abzüglich seiner Gebühren auf Ihr Bankkonto ausgezahlt. DATEV und die Person, die darin bucht, brauchen das als Buchungssätze: Geld auf ein Verrechnungskonto, Gebühren als Aufwand mit dem richtigen Steuerschlüssel, Erstattungen und Rückbuchungen mit korrektem Datum storniert und die Auszahlung sauber gegen die Bank abgestimmt.

In der Lücke zwischen “Mollie hat das Geld bewegt” und “die Buchhaltung stimmt und ist abgestimmt” steckt die Arbeit. Eine Mollie-DATEV-Anbindung schließt sie automatisch: Sie liest Zahlungen, Auszahlungen, Erstattungen, Rückbuchungen und Gebühren aus der Mollie-API, wendet Ihre Buchhaltungslogik an und übergibt DATEV einen sauberen Buchungsstapel, den Ihre Kanzlei ohne Tabellenkalkulation importiert.

Welche Daten fließen

Objekt / Vorgang in MollieWird in DATEV zuHinweis
Zahlung (tr_…, bezahlt)Buchung auf Geldtransitkonto gegen den offenen PostenZuordnung zur Forderung über Auftrags-/Rechnungsnummer in den Mollie-Metadaten, je Zahlart
Auszahlung / Settlement (stl_…)Bankbuchung, die das Geldtransitkonto auflöstDer Abstimmungsanker - eine Auszahlung saldiert viele Zahlungen abzüglich Gebühren, Erstattungen, Rückbuchungen
Transaktionsgebühren + MonatsrechnungAufwandsbuchung (Nebenkosten des Geldverkehrs)Reverse-Charge-Steuerschlüssel (§ 13b UStG), da Mollie B.V. niederländischer Leistungserbringer ist
Erstattung (re_…)Stornobuchung gegen das VerrechnungskontoMit Datum der Erstattung, mindert das zugehörige Settlement
Rückbuchung (chb_…)Storno + separate RückbuchungsgebührKarte / SEPA-Lastschrift; kann Wochen nach der Zahlung eintreffen
Settlement-AufschlüsselungErlös- und Kostenzeilen je ZahlartMollie schlüsselt jede Auszahlung nach Monat und Zahlart auf
Zahlung in FremdwährungBuchung plus KursdifferenzWenn Verarbeitungs- und Auszahlungswährung auseinanderfallen

Die konkreten Konten, Steuerschlüssel und Verrechnungskonten stimmen wir einmalig mit Ihrem Steuerberater ab und hinterlegen sie in der Pipeline. Danach ordnet sie niemand mehr von Hand zu.

Die Details, an denen einfache Exporte scheitern

Ein CSV-Export aus dem Mollie-Dashboard oder eine generische Connector-App bringt Sie fast ans Ziel und lässt den teuren Teil auf Ihrem Schreibtisch liegen:

Wie wir sie bauen und betreiben

Wir behandeln das als Pipeline, nicht als Stapelverarbeitung von Hand. Zahlungen, Auszahlungen, Erstattungen, Rückbuchungen und Gebühren werden zeitgesteuert (oder per Webhook) aus der Mollie-API abgeholt, validiert, in Ihre abgestimmte DATEV-Kontierung überführt und als Buchungsstapel im DATEV-Format ausgegeben - oder über den DATEV Rechnungsdatenservice in DATEV Unternehmen online geliefert, wo das zum Ablauf Ihrer Kanzlei passt.

Die Pipeline ist idempotent: Jedes Mollie-Objekt trägt eine stabile Kennung, sodass ein erneuter Lauf oder eine späte Rückbuchung nie eine doppelte Buchung erzeugt. Sie läuft auf cloud-nativer, vollständig EU-gehosteter AWS-Infrastruktur - Zahlungs- und Kundendaten verlassen die EU nicht, was AVV und DSGVO gegenüber Ihrem Steuerberater sauber hält.

Und dann halten wir sie am Laufen. Monitoring, Alerting, Incident Response und - entscheidend - das Beobachten von API-Änderungen bei Mollie und DATEV liegen vertraglich bei uns. Sie bekommen einen festen Ansprechpartner und ein SLA statt eines Skripts, an dessen Ausführung jemand denken muss. Der Monatsabschluss hängt nicht mehr daran, dass jemand einen Settlement-Export von Hand abstimmt.

Wann sich diese Anbindung lohnt

Wenn Sie eine Handvoll Mollie-Zahlungen im Monat über eine einzige Zahlart abwickeln und Ihr Steuerberater den Dashboard-Export problemlos abstimmt, ist ein manueller Ablauf völlig in Ordnung - und wir sagen Ihnen das auch. Die Anbindung lohnt sich, wenn das Transaktionsvolumen steigt, wenn Sie mehrere Zahlarten nutzen, wenn SEPA-Rückbuchungen und Erstattungen die Settlement-Abstimmung zur monatlichen Pflichtübung machen, wenn Sie über Währungen hinweg auszahlen, oder wenn Ihr Steuerberater Ihnen berechnet, Mollie-Importe zu bereinigen, die eine Pipeline von vornherein korrekt hätte liefern sollen.

Häufig gestellte Fragen

Liefert Mollie meine Umsatzbuchungen oder nur die Zahlungen?
Überwiegend die Zahlungen. In den meisten Setups definiert Ihr Shop- oder Rechnungssystem den Umsatz und die Steuerbehandlung, und Mollie sagt Ihnen, wann und wie das Geld tatsächlich geflossen ist. Eine Mollie-DATEV-Anbindung konzentriert sich deshalb auf die Geldseite: Zahlungseingänge den offenen Posten zuordnen, Mollie-Gebühren buchen und jede Auszahlung gegen die Bank abstimmen. Wenn Sie Mollie eigenständig für Payment Links oder Rechnungen nutzen, leiten wir die Forderung auch aus der Zahlung selbst ab.
Warum buchen Sie auf ein Verrechnungskonto und nicht direkt auf die Bank?
Weil eine Mollie-Zahlung und der Geldeingang auf Ihrem Bankkonto zwei verschiedene Vorgänge sind, oft mehrere Tage auseinander. Mollie sammelt viele Zahlungen, zieht Gebühren ab, verrechnet Erstattungen und Rückbuchungen und zahlt später einen Nettobetrag aus. Wir buchen jede Zahlung bei Eingang auf ein Geldtransit- bzw. Verrechnungskonto und lösen dieses Konto auf, sobald das Settlement auf der Bank ankommt. Nur so stimmt die Bankbuchung auf den Cent.
Wie werden die Mollie-Gebühren umsatzsteuerlich behandelt?
Die Mollie B.V. sitzt in den Niederlanden. Ihre Transaktions- und Monatsgebühren an ein deutsches Unternehmen sind damit eine innergemeinschaftliche B2B-Leistung im Reverse-Charge-Verfahren (§ 13b UStG). Wir buchen sie auf ein Aufwandskonto für Nebenkosten des Geldverkehrs mit dem korrekten Reverse-Charge-Steuerschlüssel, nicht als inländische Vorsteuer. Genau das ist einer der häufigsten Befunde, wenn ein Steuerberater einen manuellen Mollie-Import prüft.
Was passiert mit Chargebacks und geplatzten SEPA-Lastschriften, die Wochen später kommen?
Die behandeln wir als eigene Vorgänge. Eine Rückbuchung per Karte oder SEPA-Lastschrift kann Wochen nach der ursprünglichen Zahlung eintreffen. Die Pipeline fährt deshalb einen Delta-Abgleich, der späte Chargebacks und Stornos erfasst, die ursprüngliche Buchung auf dem Verrechnungskonto storniert, die Forderung wieder öffnet und die Rückbuchungsgebühr separat bucht. Weil das Ganze idempotent ist, stört ein spätes Ereignis nie eine bereits abgestimmte Periode.
In welches DATEV-Ziel liefern Sie?
In das, mit dem Ihre Kanzlei arbeitet. Meist erzeugen wir einen Buchungsstapel im DATEV-Format (die EXTF-/DTVF-Struktur, die DATEV Kanzlei-Rechnungswesen importiert), kontiert auf Ihre Konten aus SKR03 oder SKR04, und liefern - wo es zum Ablauf passt - Belege über den DATEV Rechnungsdatenservice in DATEV Unternehmen online. Konten, Steuerschlüssel und Verrechnungskonten stimmen wir vorab mit Ihrem Steuerberater ab.

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