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Shopify → sevDesk

Shopify sevDesk Schnittstelle

Kurz gesagt

Eine Shopify-sevDesk-Anbindung macht aus jeder bezahlten Bestellung einen korrekt besteuerten Datensatz in sevDesk - eine Rechnung oder einen Buchungsbeleg - gebucht auf einen abgeglichenen Kontakt (Debitor), während Auszahlungen von Shopify Payments, PayPal und Klarna auf ein Verrechnungskonto in sevDesk laufen und den offenen Posten zuordnen, sodass Rechnungen als bezahlt schließen. Richtig gemacht ist das kein nächtlicher CSV-Import, sondern eine idempotente Pipeline, die sevDesk mit dem Shop synchron hält, Erstattungen und OSS-Umsatzsteuer beherrscht und Nettoauszahlungen gegen Bruttoumsatz plus Gebühren abstimmt - ohne dass jemand Zahlen abtippt.

Was eine Shopify-sevDesk-Anbindung wirklich leistet

Shopify kennt die kaufmännische Wahrheit jedes Verkaufs: die Positionen, die je Satz ausgewiesene Steuer, den Rabatt, den Versand, die Erstattung drei Tage später und die Auszahlung von Shopify Payments, die nächste Woche netto nach Gebühren eintrifft. In sevDesk muss daraus Buchhaltung werden: ein Kontakt (Debitor), eine Rechnung oder ein Buchungsbeleg mit dem richtigen Steuertyp und eine Bankbuchung, die den offenen Posten schließt, sobald das Geld tatsächlich da ist.

In der Lücke zwischen beiden Systemen steckt die Arbeit. Eine Shopify-sevDesk-Anbindung schließt sie automatisch. Sie liest jede relevante Bestellung, Erstattung und Auszahlung aus Shopify, wendet Ihre Buchhaltungsregeln an und schreibt saubere Datensätze nach sevDesk - denen Ihre Buchhaltung und damit auch Ihr Steuerberater, der den DATEV-Export aus sevDesk zieht, ohne händisches Nachprüfen vertrauen kann.

Welche Daten fließen

Objekt / Vorgang in ShopifyWird in sevDesk zuHinweis
Bezahlte BestellungRechnung oder BuchungsbelegModell nach Ihrer Buchhaltung; über alle Bestellungen einheitlich
BestellerKontakt (Debitor)Über E-Mail / Kundennummer abgeglichen, entdoppelt, nie zweimal angelegt
PositionenBelegpositionen mit Steuersatz je PositionArtikelzuordnung optional; Erlöse je Satz getrennt
SteuerpositionensevDesk-Steuertyp + PositionssatzInland 19 % / 7 %, EU-OSS, Reverse-Charge, Drittland-Export, Kleinunternehmer
Versand & RabatteEigene PositionenVersand ist selbst steuerbar; Rabatte mindern die richtige Basis
Erstattung / TeilerstattungStorno bzw. GutschriftGleicher Kontakt, gleiche Konten und Steuertyp wie das Original, mit Datum der Erstattung
Auszahlung des DienstleistersBuchung auf Verrechnungskonto (CheckAccount)Shopify Payments / PayPal / Klarna je auf eigenem Verrechnungskonto
Gebühren des DienstleistersAufwandsbelegNettoauszahlung mit Bruttoumsatz plus Gebühren abgeglichen
ZahlungszuordnungBuchung auf den offenen PostenSetzt die Rechnung auf bezahlt, sobald die Auszahlung stimmt

Steuertypen, Verrechnungskonten und die Entscheidung Rechnung oder Beleg stimmen wir einmalig ab und hinterlegen sie in der Pipeline. Danach ordnet sie niemand mehr von Hand zu.

Die Details, an denen einfache Importe scheitern

Ein CSV-Import oder eine generische Connector-App bringt Sie fast ans Ziel und lässt den teuren Teil auf dem Schreibtisch Ihrer Buchhaltung liegen:

Wie wir sie bauen und betreiben

Wir behandeln das als Pipeline, nicht als nächtliches Skript. Bestell-, Erstattungs- und Auszahlungsvorgänge aus Shopify werden zeitgesteuert oder per Webhook abgeholt, validiert, in Ihr abgestimmtes sevDesk-Modell überführt und über die sevDesk-API geschrieben - Kontakte abgeglichen, Rechnungen oder Belege mit dem richtigen Steuertyp angelegt, Auszahlungen auf das Verrechnungskonto gebucht und den offenen Posten zugeordnet.

Die Pipeline ist idempotent: Jeder Shopify-Vorgang trägt eine stabile Kennung, sodass ein erneuter Lauf nie einen doppelten Kontakt, eine doppelte Rechnung oder Buchung erzeugt. Sie läuft auf cloud-nativer, vollständig EU-gehosteter AWS-Infrastruktur - Bestell- und Kundendaten verlassen die EU nicht, was AVV und DSGVO sauber hält.

Und dann halten wir sie am Laufen. Monitoring, Alerting, Incident Response und - entscheidend - das Beobachten von API-Änderungen bei Shopify und sevDesk liegen vertraglich bei uns, mit festem Ansprechpartner und SLA. Shopify legt Versionen der Admin-API nach festem Zeitplan still, und sevDesk entwickelt seine Endpunkte weiter; passiert das, ist es unser Problem - keine böse Überraschung, die Ihr Finanzteam zum Monatsabschluss entdeckt.

Wann sich diese Anbindung lohnt

Wenn Sie eine Handvoll Bestellungen im Monat mit einem einzigen Steuersatz abwickeln, ist das händische Erfassen in sevDesk völlig in Ordnung - und wir sagen Ihnen das auch. Die Anbindung lohnt sich, wenn das Bestellvolumen steigt, wenn Sie grenzüberschreitend im OSS verkaufen, wenn Erstattungen und mehrere Zahlungsdienstleister die Abstimmung zur monatlichen Pflichtübung machen, oder wenn doppelte Kontakte und nicht zugeordnete Auszahlungen dazu führen, dass jemand die erste Woche jedes Monats damit verbringt, sevDesk aufzuräumen, statt die Bücher zu schließen.

Häufig gestellte Fragen

Soll jede Shopify-Bestellung eine sevDesk-Rechnung oder ein Buchungsbeleg werden?
Das hängt davon ab, wie Sie Ihre Buchhaltung führen und ob Sie Rechnungen aus sevDesk an Kunden ausstellen. Umsatzstarke B2C-Shops buchen Bestellungen meist als Belege, damit die Zahlen in die Buchhaltung kommen, ohne Tausende formelle Rechnungen zu erzeugen. B2B- oder rechnungspflichtige Abläufe legen je Bestellung eine echte sevDesk-Rechnung mit der richtigen Kundennummer und Steuerbehandlung an. Das Modell stimmen wir vorab ab, und die Pipeline hält sich konsequent daran.
Wie verhindern Sie doppelte Debitoren in sevDesk?
Shopify hat über Gastbestellungen hinweg keinen stabilen Kundenschlüssel, deshalb legt ein naiver Import für jede Bestellung einen neuen Kontakt an. Wir gleichen über einen definierten Schlüssel ab - E-Mail, plus Kundennummer, wo Sie eine führen - und erstellen einen sevDesk-Kontakt nur, wenn keiner existiert, sonst nutzen wir den vorhandenen. Gast- und Wiederholungsbestellungen landen auf einem Debitor statt in einer aufgeblähten Kontaktliste, die Ihre Buchhaltung aufräumen muss.
Wie werden Auszahlungen von Shopify Payments, PayPal und Klarna in sevDesk abgestimmt?
Der Verkauf und der Geldeingang sind zwei Vorgänge. Wir buchen den Umsatz zum Verkaufszeitpunkt und führen jede Auszahlung auf ein eigenes Verrechnungskonto (CheckAccount) in sevDesk, gleichen dann die Nettoauszahlung, die Gebühren und die zugrunde liegenden Bestellungen ab, sodass die Buchung stimmt und die Rechnungen als bezahlt schließen. Genau diese Trennung bekommen manuelle Importe fast nie richtig hin, weil eine Auszahlung viele Bestellungen umfasst und Tage später netto nach Gebühren eintrifft.
Deckt das OSS, gemischte Steuersätze und Kleinunternehmer ab?
Ja. Inlandsverkäufe mit 19 % und 7 %, EU-B2C-Fernverkäufe im One-Stop-Shop, EU-B2B mit Reverse-Charge und Drittland-Exporte werden jeweils auf den richtigen sevDesk-Steuertyp und den passenden Positionssatz abgebildet. Nutzen Sie die Kleinunternehmerregelung, bucht die Pipeline entsprechend ohne Umsatzsteuer. Bestimmungsland und Steuerstatus des Kunden steuern die Kontierung, sodass Ihre Buchhaltung und Ihre OSS-Zahlen aus derselben Quelle stammen.
Brauchen wir trotzdem Steuerberater und DATEV, wenn sevDesk dazwischen sitzt?
Ja, und genau darum geht es. sevDesk bleibt Ihr führendes System und exportiert weiterhin nach DATEV zu Ihrem Steuerberater. Aufgabe der Anbindung ist es, Umsätze, Erstattungen und Auszahlungen aus Shopify sauber und korrekt nach sevDesk zu bringen, damit das, was Ihre Kanzlei aus sevDesk zieht, bereits stimmt. Wir halten die Shopify-Seite am Laufen; Ihre Kanzlei arbeitet weiter wie bisher.

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