Die sevDesk-API kann zu der Rechnung keinen gültigen Steuertyp bestimmen. Seit sevdesk-Update 2.0 ist der frühere freie taxType abgelöst: Die alten Werte default, eu und ss werden nur noch übergangsweise auf die neuen Steuerregeln abgebildet, benutzerdefinierte Steuertypen entfallen. Wird ein Steuertyp geschickt, den es nicht mehr gibt, oder ein Steuersatz auf einer Position, der zur Regel nicht passt, antwortet die API abweisend. Weil die Übergangsabbildung endlich ist, trifft es gerade jetzt viele Anbindungen, die jahrelang unauffällig liefen.
Die sevDesk-API kann zu der übergebenen Rechnung keinen gültigen Steuertyp auflösen und legt sie deshalb nicht an. Über Ihre Buchhaltung sagt das nichts. Es sagt etwas über die Daten, die an die Schnittstelle geschickt wurden: Entweder fehlt die Steuerangabe, oder sie verweist auf etwas, das es in dieser Form nicht mehr gibt.
Mit sevdesk-Update 2.0 wurde das Steuermodell umgestellt und der frei belegbare taxType durch Steuerregeln abgelöst.
Für Bestandsanbindungen gibt es eine Übergangsbrücke: Wer ausschließlich default, eu oder ss verwendet, dessen Werte werden für eine Übergangszeit automatisch auf die neuen Regeln abgebildet. Benutzerdefinierte Steuertypen fallen ersatzlos weg.
Diese Brücke ist der Grund, warum die Umstellung so lange unsichtbar bleiben konnte, und zugleich der Grund, warum es jetzt auffällt. Eine Anbindung, die drei Jahre funktioniert hat, kann ohne jede Änderung auf Ihrer Seite anfangen zu scheitern, sobald ein Fall auftritt, den die Brücke nicht abdeckt.
Ein Steuertyp, den es nicht mehr gibt. Vor allem benutzerdefinierte Typen. Sie werden weder unterstützt noch abgebildet.
Ein Steuersatz, der zur Regel nicht passt. Die Steuerregel gibt vor, welche Sätze zulässig sind, und ein Satz außerhalb dieser Menge führt zu einer abweisenden Validierungsantwort.
Steuersatz nur auf Rechnungsebene. Der Satz auf der Rechnung wird nicht mehr ausgewertet. Maßgeblich sind die Positionen. Wer nur oben setzt, liefert unten nichts.
Falsche objectName-Werte. Invoice, Contact, SevUser, StaticCountry, und für die Steuerregel immer TaxRule. Schreibfehler oder alte Werte führen dazu, dass die Referenz nicht aufgelöst wird.
Sehen Sie zuerst nach, welcher Steuertyp tatsächlich geschickt wird. Ein benutzerdefinierter Wert ist die Ursache, und Sie müssen nicht weiter suchen.
Prüfen Sie dann, ob die Positionen einen Steuersatz tragen, nicht die Rechnung. Ob dieser Satz für die Steuerregel zulässig ist, lässt sich über ReceiptGuidance abfragen, statt es zu vermuten. Kontrollieren Sie außerdem die objectName-Werte auf exakte Schreibweise, Groß- und Kleinschreibung inklusive.
Und fragen Sie sich, ob es ein neuer steuerlicher Fall ist: erster EU-Verkauf, erste Reverse-Charge-Rechnung, erster Drittlandfall. Dann greift die Übergangsabbildung möglicherweise nicht.
Diese Fehlerklasse hat ein Ablaufdatum in beide Richtungen. Solange die Übergangsabbildung greift, laufen alte Anbindungen weiter. Läuft sie aus, brechen sie ungefähr gleichzeitig.
Eine Anbindung, die heute noch mit den alten Werten arbeitet, funktioniert damit auf Bewährung. Das fällt erst auf, wenn keine Zeit mehr bleibt, es in Ruhe zu beheben.
Wir beobachten die Spezifikationen und Änderungshinweise der Anbieter deshalb täglich und sehen eine Änderung am Steuermodell an der Schnittstellenbeschreibung, bevor sie eine Rechnung trifft. Zulässige Werte fragen wir ab, statt sie anzunehmen: Wo ein Anbieter einen Endpunkt für gültige Steuersätze anbietet, nutzen wir ihn.
Die steuerliche Konstellation leiten wir aus Land, Kundentyp und Vorhandensein einer USt-IdNr. ab, denn ein durchgereichter Prozentwert ist zu wenig Information. Eine abgewiesene Rechnung landet in einer Warteschlange, wird gemeldet und nach der Korrektur erneut verarbeitet. Und wenn ein Anbieter eine Abbildung als vorübergehend bezeichnet, steht bei uns ein Datum mit Verantwortlichem daneben.
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