Berater- und Mandantennummer stehen in der ersten Zeile des Buchungsstapels und sagen DATEV, zu welcher Kanzlei und welchem Mandanten die Daten gehören. Passt die Nummer nicht zum Zielbestand, wird abgewiesen, bevor ein einziger Buchungssatz gelesen wurde. Am Format liegt es dabei fast nie. Die Nummer wurde irgendwann fest eingetragen und seitdem hat sich etwas geändert: neue Kanzlei, neuer Mandantenbestand, oder ein Zahlendreher, den niemand mehr nachvollzieht.
Diese Meldung wirkt pauschal, und sie ist es auch. Der Stapel wurde nie inhaltlich geprüft.
Die erste Zeile eines DATEV-Buchungsstapels ist der Header. Er trägt die Beraternummer der Kanzlei, die Mandantennummer innerhalb dieser Kanzlei, das Wirtschaftsjahr, die Sachkontenlänge und den Datumsbereich. Beim Import gleicht DATEV Berater- und Mandantennummer gegen den Zielbestand ab, und passt die Kombination nicht, endet der Vorgang sofort. Über Ihre Buchungen sagt die Meldung nichts.
Für ein Vorsystem sind diese Nummern bedeutungslos. Kein Shop und kein Zahlungsdienstleister kennt sie. Sie werden also irgendwo im Exportweg eingetragen, meist einmal bei der Einrichtung, und danach jahrelang nicht mehr angefasst.
| Auslöser | Was sich geändert hat |
|---|---|
| Kanzleiwechsel | Neue Beraternummer, oft auch neuer Kontenrahmen |
| Neuer Mandantenbestand | Mandantennummer stimmt nicht mehr |
| Jahreswechsel | Bestand für das neue Wirtschaftsjahr neu angelegt |
| Umfirmierung | Neuer Mandant, alter Export |
| Zahlendreher bei der Ersteinrichtung | Fällt erst beim ersten echten Import auf |
Öffnen Sie die Datei und lesen Sie Berater- und Mandantennummer aus der ersten Zeile ab. Beide stehen im Klartext. Lassen Sie sich beide von der Kanzlei bestätigen, und zwar ausdrücklich für das Wirtschaftsjahr, in das importiert wird.
Prüfen Sie dann, ob überhaupt in den richtigen Bestand importiert wird. Kanzleien führen häufig mehrere parallel, besonders rund um einen Jahreswechsel, und dann steht die Datei am falschen Ziel statt umgekehrt.
Wenn Sie ohnehin im Header sind: Sehen Sie sich die Sachkontenlänge gleich mit an. Sie ist die zweithäufigste Ursache für einen Abbruch, der schon vor dem ersten Buchungssatz passiert, und Sie erledigen beides in einem Zug. Unser EXTF-Validator liest den Header aus und zeigt Berater, Mandant, Zeitraum und Sachkontenlänge auf einen Blick.
Technisch ist dieser Fehler banal. Interessant ist, wie er entsteht: Ein Export wird einmal eingerichtet, funktioniert, und weicht danach still von der Realität ab, während sich um ihn herum Kanzlei, Bestand und Wirtschaftsjahr ändern.
Bei uns wird der Header deshalb aus Konfiguration abgeleitet und nicht im Code hinterlegt. Berater, Mandant und Wirtschaftsjahr sind ein gepflegter Datensatz je Kunde, kein Wert in einem Skript, das niemand mehr öffnet. Das Wirtschaftsjahr wird beim Export geprüft und nicht angenommen, und ein Stapel, dessen Datumsbereich nicht zum konfigurierten Jahr passt, entsteht gar nicht erst.
Ein Kanzleiwechsel ist damit ein Vorgang mit Abstimmung und Freigabe. Und was auffällt, melden wir Ihnen, statt Ihre Kanzlei mit einem abgewiesenen Import zu beschäftigen.
Sie sehen das im Livebetrieb und möchten, dass es nicht mehr Ihr Problem ist? Wir konzipieren, bauen und betreiben die Schnittstelle dauerhaft, inklusive der Validierung und Wiederholungslogik, die diese Art von Fehler gar nicht erst bei Ihnen ankommen lässt. Festpreis-Angebot zur Aufwandsabschätzung innerhalb von 48 Stunden.